Batterieforschung am Fraunhofer ISI

Das Fraunhofer ISI ist seit über zehn Jahren auf dem Gebiet der Batterieforschung tätig. Der Technologieschwerpunkt unserer Batterieaktivitäten liegt auf Lithium-Ionen-Batterien. Ebenso werden alternative Batteriechemien und -systeme, die in den nächsten Jahren Marktreife erlangen könnten, kontinuierlich beobachtet und analysiert.

Die Forschungsfragen des Fraunhofer ISI im Bereich Batterie reichen von der Bewertung der Forschung und Entwicklung neuer Batterietechnologien im Labor über geeignete Förderstrategien bis hin zur Technologiekommerzialisierung, industriellen Produktion, Nutzung und schließlich Behandlung nach dem Lebensende.

Marktanalysen und Prognosen

Die Beschreibung und Analyse von Batteriemärkten ist seit mehr als zehn Jahren einer unserer Forschungsschwerpunkte. Dabei verfolgen wir nicht nur aufstrebende Märkte, sondern bewerten und prognostizieren auch deren zukünftige Entwicklung mit Hilfe unseres methodischen Instrumentariums.

Wir betreiben eine umfassende Datenbank, die die gesamte LIB-Wertschöpfungskette von den Materialien über die Anwendungen bis hin zum Recycling abdeckt. Um unsere Datenbank zu pflegen und zu verbessern, verfolgen wir kontinuierlich Lieferketten und Akteursnetzwerke bis hin zu regionalen Absatzmärkten für alle wichtigen Batterieanwendungen.

Unsere Datenbasis ermöglicht es uns, makroökonomische Forschungsfragen, z. B. zur globalen Ressourcenverfügbarkeit oder zu Investitionsströmen, zu beantworten sowie Geschäftsmodelle für bestimmte Branchen und Marktsegmente zu entwickeln und zu bewerten.

Weitere Informationen finden Sie in unseren jüngsten Veröffentlichungen.

Technologie-Roadmapping und Benchmarking

Neue Technologien und Innovationen entstehen an der Schnittstelle zwischen Forschung und Industrie und damit genau dort, wo wir zu Hause sind. Dank unserer guten Vernetzung in der europäischen Forschungsszene und mit vielen mittelständischen und großen internationalen Unternehmen gelingt es uns, Technologietrends nicht nur aufzugreifen, sondern sie gleichzeitig anwendungsbezogen und marktgerecht zu bewerten.

Dazu veranstalten wir regelmäßig technologie- und anwendungsspezifische Expertenworkshops oder berechnen mit unseren mathematischen Modellen die Auswirkungen von technologischen Entwicklungen oder Substituten auf der Material-, Batteriezellen- oder Systemebene.

Unsere Technologie-Roadmaps, die im Rahmen der BMBF-Förderung entstanden sind, finden Sie im Bereich Publikationen.

Publikationen

Projekte und Referenzen

Zu unseren Kunden zählen nationale und internationale Unternehmen aus den Bereichen Material- und Bauteilherstellung, Anlagenbau, Zellproduktion, Batterieanwendung sowie Recycling.

Im Rahmen von öffentlich geförderten Forschungsprojekten arbeiten wir für Bundesministerien wie das Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF, das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz BMWK, das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur BMVI oder für Einrichtungen der Europäischen Kommission.

Presse- und Medienauftritte

Batterie-Update

Im Batterie-Update begleiten Forschende des Fraunhofer ISI aktuelle Debatten und Fragen rund um Batterieforschung, -produktion und -entwicklung. Entlang der gesamten Batteriewertschöpfungskette – also von Rohstoffen über Komponenten, die Batteriezelle und Batteriemärkte bis hin zum Recycling – werden relevante Themen aufgegriffen und kritisch diskutiert.

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  • Verkaufszahlen von Elektroautos: Vorübergehende Flaute oder anhaltende Trendumkehr?

    von Philipp Keller und Tim Wicke / 24. Oktober 2024

    Abgeschätzter Hochlauf der Verkaufszahlen von BEV in Europa bis 2030 anhand der von Herstellern gemachten Verkaufsziele.
    © Fraunhofer ISI

    In den vergangenen Monaten gab es wiederholt Berichte über niedrige Verkaufszahlen von Elektroautos und Entlassungen bei Automobilherstellern wegen nicht ausgelasteter Produktionslinien. Die folgende Analyse gibt einen Überblick über die aktuelle Lage auf dem Fahrzeugmarkt in Deutschland und Europa.

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  • Der European Battery Business Club (EBBC) vermittelt aktuelles Batteriewissen in Kombination mit Einblicken in die Industrie durch ein asynchrones Online-Training.
    © EBBC/Fraunhofer ISI

    Aufgrund der anhaltenden Expansion der Batterieindustrie wird der Bedarf an spezialisierter Aus- und Weiterbildung immer dringender. In diesem Blogartikel zeigen wir auf, bei welchen Gruppen innerhalb der Branche Bildungsbedarf besteht. Außerdem beleuchten wir, welche Schulungsformate sich für diese Zielgruppen besonders eignen. Der »European Battery Business Club« (EBBC) vermittelt aktuelles Batteriewissen in Kombination mit Einblicken in die Industrie durch ein asynchrones Online-Training, bestehend aus innovativen Mikro-Learning-Elementen. Dieses Schulungsformat gewährleistet selbstgesteuertes Lernen und die Möglichkeit, eine große Anzahl von Arbeitskräften gleichzeitig zu schulen. Aber entspricht das Format und der Inhalt des EBBC tatsächlich dem Schulungsbedarf der wachsenden europäischen Batterieindustrie?

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  • Feststoffbatterien: Publikationen nach Herkunft der Autor:innen und angekündigte Zellproduktionskapazitäten nach Standort
    © Fraunhofer ISI

    Feststoffbatterien (Solid-state batteries, SSB) werden immer wichtiger: Fast alle namhaften OEM nennen die Technologie in ihren Entwicklungsroadmaps, teilweise mit recht konkreten Zeitpunkten für die Implementierung. Doch haben SSB bereits die nötige technologische Reife für die Einführung im Automobilmarkt erreicht? Noch immer finden sich neben den Kommerzialisierungsankündigungen der Hersteller auch Berichte aus der Forschung und Entwicklung, die nach wie vor auf große Herausforderungen auf dem Weg zum Massenprodukt schließen lassen.

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  • Vergleich alternativer Batterietechnologien: Technologiereife, Marktpotenzial und Nachhaltigkeitsvorteile
    © Fraunhofer ISI

    Die weltweit steigende Nachfrage nach Batterien wird derzeit zum Großteil durch Lithium-Ionen-Batterien gedeckt. Aufgrund von geopolitischen Abhängigkeiten und Ressourcenverfügbarkeiten geraten allerdings zunehmend alternative Batterietechnologien in den Fokus. Welche Alternativen zur Lithium-Ionen-Batterie können die steigende Nachfrage bedienen, die Rohstoffsituation entspannen und geopolitische Abhängigkeiten verringern? Wie können Lieferketten so aufgebaut werden, dass in Europa ein resilientes und technologiesouveränes Batterie-Ökosystem entstehen kann? Und welche Rolle spielen Natrium-Ionen-Batterien, die in Asien bereits in Elektrofahrzeugen zum Einsatz kommen?

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  • Feststoffbatterie-Roadmap mit unterschiedlichen Zellkonzepten und ihrem voraussichtlichen Beginn der industriellen Pilotproduktion
    © Thomas Schmaltz, Felix Hartmann, Tim Wicke, Lukas Weymann, Christoph Neef und Jürgen Janek (2023): A Roadmap for Solid-State Batteries; in: Advanced Energy Materials (Volume 13, Issue 43/2023) herausgegeben von Wiley-VCH GmbH

    Feststoffbatterien gelten als vielversprechende Weiterentwicklung von Lithium-Ionen-Batterien. Unterschiedliche Materialien stehen dabei für die verschiedenen Komponenten zur Auswahl. Welche könnten in Zukunft in (hybriden) Zellkonzepten erfolgreich kommerzialisiert werden?

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  • Spotmarkt-Preisentwicklung für Co, Li2CO3 und LiOH sowie Anzahl und Zeitpunkt öffentlich gemachter Liefervertragsabschlüsse
    © Fraunhofer ISI

    Die Preise für wichtige Batterierohstoffe waren in den vergangenen zwei Jahren enormen Schwankungen unterlegen und haben dem Trend sinkender Batteriezellkosten ein – zumindest vorübergehendes – Ende gesetzt. In diesem Beitrag seines Batterie-Updates zeigt das Fraunhofer ISI, welche Rolle die Ausgestaltung von Lieferverträgen bei der Preisgestaltung spielt und wie sich die Veränderungen bei den Rohmaterialpreisen auf die Kosten unterschiedlicher Lithium-Ionen-Batterietechnologien auswirken.

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