Study on Frugal innovation and reengineering of traditional techniques
Innovation ist häufig eine exklusive Tätigkeit – große Summen öffentlicher und privater Gelder werden investiert, um hochspezifische Produkte und Dienstleistungen für ausgewählte Kunden zu entwickeln. »Frugale Innovation« hingegen verfolgt einen auf Offenheit und Zugänglichkeit ausgelegten Ansatz. Es geht darum, mehr Wert aus weniger Ressourcen zu schöpfen und durch Kreativität in jedem Stadium des Innovationsprozesses auch Kunden zu erreichen, die anderenfalls nie Zugang zu diesem Produkt oder dieser Dienstleistung erlangt hätten. Es geht darum, mit weniger mehr zu erreichen. Zurzeit wird das Konzept frugaler Innovation noch am häufigsten auf Erfahrungen in Schwellenländern angewendet, in denen finanzielle, materielle und institutionelle Zwänge neue Arten und Ansätze von Innovationen hervorgebracht haben. Allerdings könnte es mittelfristig auch für Europa von größter Relevanz sein.
Vor diesem Hintergrund werden Fraunhofer ISI und NESTA gemeinsam mit externen Experten in ihrer »Studie zu frugaler Innovation und Re-Engineering traditioneller Techniken« feststellen, wie Europa das Potenzial frugaler Innovationstätigkeiten besser erfassen und zur Verfolgung eigener Zielsetzungen nutzen kann, indem sie
- erstens feststellen, ob und auf welche Weise sich frugale Innovation zukünftig zu einer Erfolgsstrategie für und auf europäischen Märkten entwickeln könnte;
- zweitens Erfahrungen europäischer Firmen in Schwellenländern analysieren, wo frugale Innovationen bereits heute wichtige Treiber von Wachstum und Beschäftigung sind;
- drittens untersuchen, wie frugale Innovationen helfen können, Herausforderungen wie Ressourceneffizienz, Abfallreduzierung und die Bewahrung kulturellen Erbes zu adressieren.