Projekt

RESUME

Multikriterielle Optimierung: Auswirkungen von Recyclingpotenzialen, kritischen Rohstoffen und Lieferkettenrisiken aus der Energiewende

Die Energiewende erfordert einen fundamentalen Wandel der Rohstoffbedarfe des Energiesystems. Während in unserem heutigen, im Wesentlichen fossilen System der Großteil der Stoffströme auf den Betrieb abfällt, fallen diese in einem zukünftigen, erneuerbaren Energiesystem auf die Anlagen ab. Ein solchen Systems ist rohstoffintensiv und bedarf insbesondere zahlreicher Metalle und einzelner Industriemetalle, die bereits als »kritische Rohstoffe« eingestuft werden. Deren derzeitige und zukünftig zu erwartende Verfügbarkeit ist im Hinblick auf die planetaren Grenzen und geopolitische Abhängigkeiten für die erfolgreiche Umsetzung eines erneuerbaren Energiesystems ausschlaggebend.  

 

Ziel des Vorhabens ist die Identifizierung von Energietransformationspfaden mit insgesamt geringerem Einsatz kritischer Rohstoffe, der Verringerung des Versorgungsrisikos, sowie der Berücksichtigung des Recyclingpotenzials erneuerbarer Technologien (Kreislaufwirtschaft). Dazu sollen sowohl die Versorgungssicherheit als auch die Systemkosten des deutschen Energiesystems in einer multikriteriellen Analyse optimiert werden.

 

  • Indikatoren der Rohstoffverfügbarkeit und eine offene Datenbank für prospektiven Rohstoffbedarf und -verfügbarkeit unter Berücksichtigung von Recycling
  • die Erweiterung eines offenen Tools (REMix) zur multikriteriellen Ausbauplanung, sowie eine neue Methode zur intelligenten, multikriteriellen Forschung von langfristig optimalen Energiesystemen
  • ein Satz von robusten und langfristig optimalen Transformationspfaden
  • ein visuelles Analysewerkzeug zur explorativen Analyse und interaktiven Entscheidungsfindung, zugeschnitten auf die Energieplanung
  • konkrete Handlungsoptionen für die Energiewende

Laufzeit

April 2022 - März 2025

Auftraggeber

  • Forschungszentrum Jülich, Projektträger für das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK)

Partner

  • Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Institut für Vernetzte Energiesysteme, Stuttgart
  • GAMS Software GmbH, Frechen
  • Datenanalyse und Visualisierung (VIS) der Universität Konstanz
  • Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), Fachbereiche Geologie der mineralischen Rohstoffe und Deutsche Rohstoffagentur (DERA)