Kontakt

Kontakt für Medien

Telefon +49 721 6809-100
E-Mail senden

Presseinformation

Fraunhofer-Institut für
System- und Innovationsforschung ISI

Zukunftsdialog der Bundeskanzlerin: Univ.-Prof. Dr. Marion A. Weissenberger-Eibl ist Mitglied im Expertendialog und leitet die Arbeitsgruppe Innovationskultur

Presseinformation 23.01.2012

„Wovon wollen wir leben?“, „Wie wollen wir zusammenleben?“ und „Wie wollen wir lernen?“ – diese Fragen diskutieren seit Sommer 2011 Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft im Rahmen des „Dialogs über die Zukunft Deutschlands“ von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel. Ziel ist, eine gesamtgesellschaftliche Diskussion anzuregen sowie Denkanstöße und Handlungsempfehlungen für die politische Arbeit zu gewinnen. Univ.-Prof. Dr. Marion A. Weissenberger-Eibl, Leiterin des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI, leitet als Kernexpertin die Arbeitsgruppe Innovationskultur.

Der Zukunftsdialog der Bundeskanzlerin gliedert sich in einen nicht-öffentlichen Expertendialog und einen öffentlichen Bürgerdialog. Im Rahmen des Expertendialogs werden in insgesamt 18 interdisziplinären Arbeitsgruppen Vorschläge zur zukünftigen Gestaltung von Wirtschaft und Gesellschaft in Deutschland für die nächsten fünf bis zehn Jahre entwickelt. Unabhängig von tagesaktuellen Themen und Entwicklungen bietet der Expertendialog die Möglichkeit, grundsätzliche Fragen und Perspektiven einer wünschenswerten Zukunft für Deutschland zu diskutieren – ohne Einschränkung bei der Themenwahl oder Lösungsvorschlägen.

„Wie innovieren wir morgen und übermorgen? Wie können wir mit knappen Ressourcen kreativer umgehen? Und wie können wir alle gemeinsam unsere Zukunft eigenverantwortlich gestalten?“, fasst Weissenberger-Eibl die Fragestellungen der Arbeitsgruppe Innovationskultur zusammen. Für die Mitarbeit in der Arbeitsgruppe konnten Prof. Dr. Lambert T. Koch (Bergische Universität Wuppertal),  Wolfgang Müller-Pietralla (Volkswagen AG), Prof. Dr. Eckart Severing (Forschungsinstitut Betriebliche Bildung fbb), Dr. Philine Warnke (Fraunhofer ISI) und Dr. Manfred Wittenstein (WITTENSTEIN AG) gewonnen werden.

Ziel ist es, Vorschläge zu erarbeiten, wie die Innovationskultur in Deutschland gemeinsam von Wirtschaft, Wissenschaft, Bürgern und Politik weiterentwickelt werden kann. „Wir müssen in unserer Innovationskultur mehr Freiräume für neue Ideen schaffen und Risiken stärker als Chancen begreifen, um auch in Zukunft unsere Lebensqualität zu sichern“, ist sich Weissenberger-Eibl sicher.

Als zweite Säule des Zukunftsdialogs beginnt im Februar der Bürgerdialog, den Bundeskanzlerin Merkel bereits in ihrer Neujahrsansprache angekündigt hat. Auf der Internetplattform www.dialog-ueber-deutschland.de können Bürgerinnen und Bürger bis Mitte April 2012 eigene Vorschläge unterbreiten und zur Diskussion stellen. Daneben wird die Bundeskanzlerin in drei öffentlichen Veranstaltungen zu den Leitfragen des Zukunftsdialogs mit Bürgerinnen und Bürgern diskutieren. Die Ergebnisse des Bürgerdialogs werden in den Expertendialog einfließen.

„Der Zukunftsdialog der Bundeskanzlerin bietet die Gelegenheit, trotz aller kurzfristigen Erfordernisse der Politik über langfristige Fragestellungen ohne Tabus nachzudenken. Damit wird eine Grundüberzeugung des Fraunhofer ISI in die Tat umgesetzt. Ich begrüße das Vorgehen der Bundeskanzlerin, auch neue Formate im Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern unseres Landes auszuprobieren“, kommentiert Weissenberger-Eibl.

Der Abschlussbericht des Expertendialogs wird der Bundeskanzlerin Ende August 2012 übergeben.

Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI analysiert die Rahmenbedingungen von Innovationen. Wir erforschen die kurz- und langfristigen Entwicklungen von Innovationsprozessen und die gesellschaftlichen Auswirkungen neuer Technologien und Dienstleistungen. Auf dieser Grundlage stellen wir unseren Auftraggebern aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft Handlungsempfehlungen und Perspektiven für wichtige Entscheidungen zur Verfügung. Unsere Expertise liegt in der breiten wissenschaftlichen Kompetenz sowie einem interdisziplinären und systemischen Forschungsansatz.

© 2014 Fraunhofer ISI